Kein Glück mit dem neuen Körper

ball 1845546  pexels pixabay „Heute sehe ich die Unversehrtheit des eigenen Körpers als höchstes Gut an, das man nicht leichtfertig riskieren sollte”, sagt Transfrau Nadine B. über ihre Transition mit vielen Operationen sowie Langzeiterfahrung mit Hormonexperimenten und möchte jungen Menschen diese Erfahrungen weitergeben.

„Ich glaube nicht, dass der Geschlechtswechsel die Lösung meiner Probleme war. Wenn ich in einer Psychotherapie gelernt hätte, mich mit mir selbst wohler zu fühlen, wahrscheinlich wäre ich dann heute noch körperlich ein Mann.”

Eigentlich wollte ich nur raus aus meiner Haut, NZZ, 16.01.2022

Cross-Sex-Hormone bereits für 13jährige?

shutterstock 1600553434 Im Beitrag "Fehldiagnose ‚trans‘ - und die gravierenden Folgen" (Die WELT) berichtet eine Insiderin, "dass es aber heutzutage keine Seltenheit mehr sei, dass Kinder auch mit 13 oder 14 Jahren eine Hormonbehandlung erhalten. ‚Damit ermöglicht man Kindern eine altersgemäße Entwicklung mit ihrer peer group.‘“

Diese Aussage bedeutet, dass auch in Deutschland bereits 13jährige biologische Jungen Östrogen erhalten und 13jährige biologische Mädchen mit Testosteron behandelt werden, wenn angenommen wird, dass sie eine transsexuelle Entwicklung machen könnten.

Wie sieht eine Pubertät mit CSH (Cross-Sex-Hormonen) trotz gegengeschlechtlichem Körper aus? Ist beispielsweise eine homosexuelle Entwicklung überhaupt noch möglich? Was bewirkten die CSH in Bezug auf die intellektuelle, emotionale, psychosoziale und psychosexuelle Entwicklung? Müssen solche experimentellen Behandlungen von den Krankenkassen bezahlt werden?

Fehldiagnose ‚trans‘ - und die gravierenden Folgen, Die Welt, 12.01.2022

Fünf nach zwölf?

woman 3609984 GerAlt pixabay E. Anderson, Berkeley, Clinical Psychology, WPATH-Mitglied (bis 2021), befürchtet, dass zu viele Heranwachsende zu schnell in ihrer Selbstdiagnose trans* bestätigt und zur Transition weitergeleitet werden, die gar nicht trans* sind. Möglicherweise haben sie entweder mehr oder weniger normale Pubertätsprobleme, leiden an anderen ernsten psychisch/psychiatrische Problemen oder verbergen eine andere sexuelle Orientierung.

"increasingly I’m worried that in our zeal to identify and protect these special children and adolescents, we may have strayed from some core principles and we are in danger of losing our way."

When it comes to trans youth, we’re in danger of losing our way, Anderson, 03.01.2022

Interview mit E. Anderson, L. S. Davis, Quillette, 06.01.2021

Irland sucht nicht mehr  ...

143520403 info80549 dreamstime nach einer Lösung für die es kein Problem gibt. Vor einigen Monaten wollte der Grüne irische Minister für Kinder, Gleichstellung, Behinderung, Integration und Jugend Roderic O'Gorman ein Gesetz über ein Verbot von sog. Konversionstherapien auf den Weg bringen. Trotz intensiver Suche nach Beweisen, die ein solches Gesetz erforderlich machen, konnten im ganzen Land keine Anzeichen für derartige Praktiken gefunden werden.

Der irische Staat kann keine Beweise für sein eigenes Verbot der "Konversionstherapie" finden, Genspect, 01.01.2022

Eine Lösung, die ein Problem sucht, Twitter, 01.01.2022

Transboys statt Tomboys?

dreamstime 148014191 by Manuel Esteban Spielbergs Film (2021) „Westside-Story” bleibt optisch in den 50er Jahren, während die Figur Anybodys neuerdings nicht mehr als Tomboy besetzt wird, sondern als Transboy mit geänderten / erweiterten Dialogen sowie Pronomen. Das hat dazu geführt, dass der Film in einigen Ländern verboten wurde.

Lisa S. Davis stellt Überlegungen an, warum die Handlung nun eine dem Zeitgeist entsprechende Interpretation benötigt, die allerdings gleichzeitig ein Modell der Gender-Nonkonformität für Mädchen beseitigt.

Tomboys, trans boys and ‘West Side Story’, LATimes, by Lisa Selin Davis, 19.12.2021

Why Steven Spielberg's 'West Side Story' reimagined a key character as transgender, 09.12.2021

Die Gefühle von Eltern

dance joduma pixabayDie Zahl der Eltern genderdysphorischer Jugendlichen steigt, die an der Standard-Behandlung von Genderdysphorie zweifeln, deren Idee es ist, den Fokus des Problems von der Psyche in den Körper zu verlagern. Immer mehr Eltern glauben, dass Hormone oder Operationen nicht geeignet sind, die psychischen Probleme ihrer Kinder zu lösen.

Viele besorgte Eltern fühlen sich von den TherapeutInnen in Stich gelassen, die ihr Unbehagen zurückweisen und ihnen sagen, dass sie ihre „elterlichen Instinkte” unbedingt unterdrücken sollen. Psychotherapeutinnen wie die amerikanische Psychiaterin Miriam Grossmann oder die irische Autorin und Genspect-Gründerin Stella O'Malley beschreiben die Not der Eltern:

Gaslighting the Concerned Parents of Trans Children, Quillette 05/2021

Therapists Have Betrayed The Parents Of Gender-Confused Kids, M. Grossmann, 11.11.2021

I suffer from parental dysphoria, 20.12.2021

transteens Sorge berechtigt)

Kommentare an WPATH

contact 2794680 1280GerdAltmann pixabay Vor der Veröffentlichung der neuen WPATH-Standards für die Transgender-Versorgung (SOC8) besteht noch bis zum 16.01.2022 die Möglichkeit sie zu kommentieren.

Link zu WPATH    Kapitel Children     Kapitel Adolescent

More Therapy, Less Ideology, Beispielkommentar, 12.12.2021

Open letter in response to WPATH SOC v8, Genspect, 15.12.2021

ORIENTIERUNGSHILFEN

Genspect hat von Profis entwickelte Orientierungshilfen für etliche Zielgruppen herausgegeben, damit sie die Unterstützung leisten können, die Jugendliche benötigen, die ihr Gender in Frage stellen:

GENSPECT - die internationale Experten-Stimme für Eltern mit gender-infragestellenden Kindern - Genspect Guidance for Schools - TitelblattLeitfäden für Fachleute im Bildungswesen:

Genspect Guidance for Schools (EN)

 Genspect-Leitfaden für Schulen (DE)

Genspect Guidance for Colleges and Universities (EN)

GENSPECT - die internationale Experten-Stimme für Eltern mit gender-infragestellenden Kindern -Leitfäden für Eltern, Familien, Freunde und Supportmeetings:

Genspect Leitfaden fuer Eltern (deutsch) - erstellt von Genspect - Stella O'MalleyGenspect Guidance for Parents (EN)

 Genspect-Leitfaden für Eltern (DE)

Genspect Guidance for Friends and Family (EN)

 Genspect-Leitfaden für Freunde und Angehörige (DE)

Genspect Guidance for Parent Support Meetings (EN)

 Genspect-Leitfaden für Eltern-Supportmeetings (DE)

GENSPECT - die internationale Experten-Stimme für Eltern mit gender-infragestellenden Kindern - Leitfäden für Fachleute im Gesundheitssektor:

Genspect Guidance for Psychotherapists and Counselors (EN)

Genspect Guidance for Pediatricians & Primary Care Providers (EN)

Genspect Guidance for Mental Health Practitioners (EN)

Heute Medizinfortschritt - morgen Skandal?

148252710 s123rfA. Clayton, eine australische Psychiaterin, gibt anhand der Medizingeschichte mehrere Beispiele von Praktiken, die zu ihrer Zeit medizinischen Fortschrirtt darstellten, in der Rückschau aber als "gefährliche Medizin" oder Skandal angesehen werden. Ihnen ist gemeinsam, dass sie nicht als barbarisch galten, obwohl sie i. d. R. sehr invasiv, risikoreich sowie ohne strenge Evidenzbasis waren. Sie wurden von Ärzten und der Öffentlichkeit begrüßt, begeistert gefeiert, einige waren sogar nobelpreiswürdig. Bei präfrontale Lobotomien, Klitoris-Kauterisationen, Strombehandlungen, etc. macht sich nach einiger Zeit Skepsis und Ernüchterung breit, heute sind solche Behandlungsmethoden kaum noch nachvollziehbar.

Clayton stellt die Frage, wie in Zukunft rückschauend die derzeit üblichen teilweise ebenfalls drastischen Operationen wegen Genderdysphorie gesehen werden könnten und wendet dieses Gedankenexperiment exemplarisch auf die „vermännlichende Brustchirurgie" für Jugendliche mit „Chest Dysphorie” an.

The Gender Affirmative Treatment Model for Youth with Gender Dysphoria: A Medical Advance or Dangerous Medicine? A. Clayton, 10.11.2021

Die Rolle der Kliniker bei Genderdysphorie

psychology g1e9bbcb7b by OliverKepka PixabayIn einem wissenschaftlichen Beitrag beleuchtet Stephen B. Levine die Behandlungsansätze und Möglichkeiten der Psychotherapie bei Menschen, die an Genderdysphorie leiden. Und er liefert am Beispiel von jugendlichen Patienten ein Modell für einen Bewertungsprozess, das sich deutlich von dem üblichen "Affirmations-Modell" unterscheidet.

„Gender identity is only one aspect of an individual’s multifaceted identity” and „it is relevant and ethical to investigate the forces that may have propelled an individual to create and announce a new identity.” ... "Making a diagnosis of gender dysphoria is easy. Thinking about what it is a response to is not."

Reflections on the Clinician’s Role with Individuals Who Self-identify as Transgender, 15.09.2021

Interview mit Stephen B. Levine, 16.11.2021

ROGD: What we know & what we're learning

Logo ROGD-Webinar GENSPECTIm November veranstaltete Genspect ein Webinar zum Thema ROGD (Rapid Onset Gender Dysphoria). Es ging um den Austausch von Wissen und Erfahrungen von Fachleuten wie S. O'Malley, Dr. D. Bell, Dr. L. Littman und betroffenen Eltern.

Zusammenfassung des Webinars, Genspect, 22.11.2021

Mehr zu ROGD - Rapid Onset Gender-Dysphoria

Trans* - und wenn ja, wie viele?

door  by RyanMcGuire pixabayBekanntermaßen gibt es für Deutschland kaum statistische Daten, die Transition, Transitionsbehandlung, Genderdysphorie, Genderinkongruenz betreffen. Neu sind die am 16.11.2021 veröffentlichten Zahlen zu geschlechts­an­gleichen­den Operationen von statista, deren Datenquelle mit 'Statistisches Bundesamt' angegeben ist.

Zahlen zu geschlechtsangleichenden Operationen, statista, 16.11.2021

Geschlecht - Was ist das?

Suche GeschlechtMit dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz steht in der Gesetzgebung offensichtlich ein Paradigmenwechsel bevor. Während beim Geschlechtseintrag bisher das biologische Geschlecht gemeint ist (männlich, weiblich, divers=intersexuell), soll zukünftig das subjektiv gefühlte Geschlecht einer Person, oft auch Gender-Identität genannt, maßgeblich sein. Geschlecht und Name sollen dann jährlich geändert werden können und zwar als reiner „Sprechakt“ ohne irgendwelche Nachweise und Kosten. Lediglich Kinder unter 14 Jahren benötigen die Zustimmung der Eltern.

Wie viele Geschlechter gibt es und kann man sie wechseln? J. Ponseti, A. Stirn, 2019

Die Trans-Konstruktion, J. Ponseti, A. Stirn, 2020

Abgesehen davon, dass Geschlechts-Identität o.ä. bisher nicht in der Verfassung vorkommt, scheinen selbst unter Experten wie Bundesverfassungsgericht, Bundesärztekammer, Ethikrat, Gesell. für Psychologie, noch ganz viele Fragen zum neuen Geschlechtsbegriff ungeklärt zu sein, wie z. B. Prof. Steinhoff unlängst dokumentiert hat: Auf den Leim gegangen, U. Steinhoff, 29.10.2021

Self-ID für Jugendliche?

information 160948OpenClipart Vectors pixabay 600In ihrem Dossier "Selbstbestimmt zur Brustamputation? Was eine Transition für Jugendliche wirklich bedeutet" beleuchtet Dr. Antje Galuschka als Naturwissenschaftlerin (Endokrinologie), Mutter und grüne Frauenpolitikerin die Folgen eines „Selbstbestimmungsgesetzes” wie es einige Parteien zurzeit planen. Es geht einerseits um die soziale und rechtliche Transition, andererseits um die körpermedizinische Transition. Antje Galuschka erklärt auch die Beschränkungen der Elternrechte, die dieses Gesetz mit sich bringen würde.

Dossier zur Self-ID von Dr. A. Galuschka, Oktober 2021

Transgender und das 'Selbstbestimmungsgesetz': Kindeswohl geht vor jeder Ideologie, 13.12.2021

Stats for Gender - Statistisches zu Gender

GENSPECT LogoAuf einer neuen Tochter-Website statsforgender.org bietet Genspect ab sofort eine Art Informations-Zentrale zu GENDER in Bezug auf Kinder und Jugendliche. Interessierte Eltern, aber auch Journalisten, Politiker oder Beobachter finden dort interessante Zahlen und Quellen.

statsforgender.org   Website übersetzen

Turnaround in Australien?

colorful g0575c500c by GordonJohnson pixabayDas Royal Australian and New Zealand College of Psychiatrists betont in einer neuen Stellungnahme die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Genderdysphorie. Es sei wichtig den psychologischen Zustand und den Kontext für die Genderdysphorie zu erforschen, um die am besten geeignete Behandlung zu finden.

“There may be other reasons for doing it and we need to look for those, identify them and treat them. This needs to be done before initiating hormones and changing the whole physical nature of the child,” ... “A cautious psychotherapy-first approach makes sense. If we can do that with adolescents then we will take a big step in the right direction,”

sagte Philip Morris, Präsident der National Association of Practising Psychiatrists in Australien. Es gäbe Bedenken, dass ein Teil der Transgender-Identifizierung auf soziale Ansteckung zurückzuführen. Außerdem wird die wachsende Zahl von Detransitionierten bestätigt. und auf den Mangel an Evidenz zur GD-Behandlung bei Kindern und Jungen Menschen hingewiesen.

Psychiatrists Shift Stance on Gender Dysphoria, Recommend Therapy, B. McCall, 07.10.2021 und   medscape

Zu den neuen Leitlinien in Australien, SEGM, 07.11.2021

W5 Kanada schaut genauer hin

fall leaf 5293499 by 9691 pixabay400Ein großer kanadischer Fernsehsender hat jetzt in einer Reportage über Jugendliche und junge Erwachsene, die ihr Geschlecht hinterfragen, auch einige kritische Aspekte thematisiert. Es geht um die Zunahme der Fallzahlen, die Änderung der Behandlung in Finnland, Schweden und den Prozess von Keira Bell. Sinead Watson, die als junge Erwachsene transitioniert und detransitioniert ist, kommt zu Wort. Dr. David Bell, ehemaliger Präsident der britischen psychoanalytischen Gesellschaft, äußert sich zum Suizid-Risiko, zu Trans-Aktivismus und er berichtet, dass viele Kinder damit hadern, schwul oder lesbisch zu sein, was aber zu häufig selbst von ExpertInnen als „transgender” gedeutet würde.

W5: A closer look at gender treatment for children and youth, 24.10.2021

Genderstereotype

quote g6e5f168f4 MediaPublishing pixabay Kinder in der Familie ohne Genderklischees erziehen - das alleine reicht nicht aus. Damit sie souverän mit Genderstereotypen, -klischees und -konflikten umgehen können, ist es notwendig, dass auch Kindergarten, Schule und Medien, letztlich die gesamte Gesellschaft mitmachen. Die Pinkifizierung und Barbiesierung unseres Alltags sollte hinterfragt und vermindert werden.

Kinder sollten immer unkommentiert mit allem spielen können, für das sie Interesse zeigen, sie sollten ihre Sportart unabhängig von ihrem Geschlecht wählen. Als Heranwachsende sollten sie experimentieren dürfen, um einen persönlichen Stil zu finden, der ihrer Persönlichkeit und ihren Vorlieben entspricht.

Sich Gender-Normen zu widersetzen ist üblich und darf nicht mit Genderdysphorie verwechselt werden. Eine fortschrittliche Gesellschaft umfasst alle Persönlichkeiten, unabhängig davon, ob sie irgendwelchen Stereotypen entsprechen oder nicht.

Experten-Sicht

134982757 lightwise 123rf s500Abigail Shrier hat mit 2 prominenten Transgender-Experts gesprochen, Dr. Marci Bowers (Chirurgie, Spezialgebiet Vaginoplastik) und Erica Anderson (Clinical Psychology, bis 2021 Gender Clinic of Uni San Francisco), die auch Vorstandmitglieder der WPATH sind. Beide äußerten sich besorgt über einige Trends in der Behandlung von genderdysphorischen Jugendlichen. Bowers findet z. B. die schnelle Empfehlung von Testosteron problematisch - "red flag!". Außerdem ist sie skeptisch bezüglich der frühen Pubertätsblockade, durch die Jugendliche "orgasmically naive" blieben und sich bei biologischen Jungen nicht die notwendigen Voraussetzungen für eine Vaginoplastik entwickeln.

“the clitoris down there might as well be a fingertip and brings them no particular joy and, therefore, they’re not able to be responsive as a lover. And so how does that affect their long-term happiness?”

Top Trans Doctors Blow the Wistle on 'Sloppy' Care, A. Shrier, 04.10.2021

Anatomy of a scandal - Opinion on the use of puberty blockers in America is turning, economist, 16.10.2021

The mental health extablishment is failing trans kids, Anderson, Edwards-Leeper, Washington Post, 24.11.2021

NEU: When it comes to trans youth, we’re in danger of losing our way, Anderson, 03.01.2022

Frankreich beginnt NEIN zu sagen

Map of France in French flag colorsMehr als 50 Ärzte, Psychiater, Richter, Erziehende, Psychologen, Philosophen und weitere Intellektuelle kritisieren in L’Express die Beeinflussung und Medikalisierung von Kindern und Jugendlichen, die ihr Geschlecht in Frage stellen.

Changement de sexe chez les enfants: "Nous ne pouvons plus nous taire face à une grave dérive, L'express, 20.09.2021

Enfants transgenres: est-on allé trop loin?, L'anti Éditorial, 11.11.2021

Elterninitiative ypomoni France · „Protégeons nos filles!”

Informierte Einwilligung - die heiße Kartoffel

Hot potato concept 123rfIm Fall Keira Bell wurde das Urteil der Vorinstanz von Ende 2020 im September 2021 aufgehoben. Nun sind wieder die Kliniker in der Pflicht, ordnungsgemäße Einwilligungen zur Behandlung bei Kindern und Jugendlichen sicherzustellen. Urteil

Offen geblieben ist allerdings die Frage, ob es bei der üblichen gender-affirmierten Genderdysphorie-Behandlung - GAT überhaupt möglich ist, bereits Teens bei jedem neuen Schritt (soziale Transition, PB, CSH, OPs) über die gesamte Bandbreite der medizinischen, psychologischen und sozialen Folgen über einen langen Zeitraum bzw. für die gesamte Zukunft aufzuklären.

Körperbildstörungen - der Einfluss sozialer Medien

influencer by GerdAltmann pixabayMary Laval (Genspect 2021) hat etliche Quellen zum Einfluss sozialer Medien auf die psychische Gesundheit und das Körperbild von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammengestellt:
Social media’s impact on mental health and body image

Am 14.09.2021 veröffentlichte das Wall Street Journal eine Studie mit dem Titel" Facebook Knows Instagram Is Toxic for Teen Girls Its own in-depth research shows a significant teen mental-health issue that Facebook plays down in public

'32 % of teen girls said that when they felt bad about their bodies, Instagram made them feel worse,' the researchers said in a March 2020 slide presentation posted to Facebook’s internal message board…. 'Comparisons on Instagram can change how young women view and describe themselves.' - Wall Street Journal

Auch die FAZ schreibt darüber

Geheime Studie zu Instagram - Gefährlich wie ein Zug auf Lunge, FAZ, 17.09.2021

"Instagram hat negative Auswirkungen auf die Psyche junger Menschen. Interne Dokumente zeigen, dass der Mutterkonzern Facebook das weiß. Doch er leugnet es."

The Dangerous Experiment on Teen Girls, 21.11.2021

Whistleblowing

thumb by GerdAltmann pixabaySonia Appelby erhielt im Herbst 2021 von einem Londoner Arbeitsgericht 20.000 £ Entschädigung in einem Prozess gegen den Tavistock and Portman NHS Foundation Trust zugesprochen. Sie hatte Bedenken zur Sicherheit der Behandlung von Jugendlichen mit Problemen der Genderidentität geäußert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Obwohl dies zu ihrem Job gehörte, weil sie als langjährige Mitarbeiterin für den Bereich Kinderschutz zuständig war, wurde sie deswegen einer Art Disziplinarver­fahren unterzogen.

Gender identity clinic whistleblower wins damages for ‘vilification’, thetimes, 04.09.2021

NHS gender identity clinic whistleblower wins damages, theguardian, 04.09.2021

Maiming a generation, The medicalisation of gender non-conforming young people is the biggest medical scandal of our time by Rob Jessel and Sarah Phillimore, thecritic, 08.09.2021

#RogdAwarenessDay

ROGD Awareness 01Lisa Littman hat 2018 ihre für uns Eltern wichtige Studie zu ROGD veröffentlicht. Mit dem Rogd­Awareness­Day soll sie gewürdigt werden, auch in Anbetracht der Opfer, die sie bringen musste, um das Bewusstsein für ROGD-Kinder und ihre Eltern zu schärfen.

Offener Brief an EPATH

Offener Brief an EPATH 11.08.2021 (keyboard by Brennt pixabay - )Zusammen mit einer internationalen Allianz von 15 Organisationen aus 13 Ländern hat TTSB am 11.08.2021 einen Offenen Brief an die European Professional Association for Transgender Health (EPATH) veröffentlicht. Er enthält 7 Fragen zur Behandlung, Forschung, Ethik bei genderdysphorischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Aus Deutschland sind Dr. med. Matthias Auer (München), PD Dr. med. Jochen Heß (Essen) und PD Dr. phil. Timo Nieder (Hamburg) im EPATH-Scientific-Committee verantwortlich.

Gender Exploratory Therapy

Der derzeitige Affirmativ-Only-Trend bei der GD-Behandlung hat iatrogene Wirkung. Nach den Erfahrungen vieler Eltern führt die ständige Bestätigung der Selbstdiagnose Trans* nahezu immer zu einer Art  „Trans-Kaskade”, die wie ein Förderband die transsexuelle Entwicklung von Jugendlichen unterstützt. Theoretisch besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit des „Ausstiegs”.

Discover who you areIn letzter Zeit haben vor allem Sacha Ayad, Stella O'Malley sowie Susan und Markus Evans veröffentlicht, welche Erfahrungen sie bei GD-Jugendlichen mit einer konventionellen Therapie gemacht haben, die sich am treffendsten als „Gender Exploratory Therapy” bezeichnen lässt. Statt anzunehmen, dass trans* angeboren und unveränderlich ist, betrachten sie die Gender-Infrage­stellung bei Jugendlichen als ein ganz normales Pubertätsproblem.

Gender Dysphoria: A Therapeutic model for Children, Adolescents&Young People, S. und M. Evans, 2021,   Rezension von L. Maynard

Gender: A wider Lens: S. Ayad und S. O'Malley haben die Gender Exploratory Therapy in mehreren Folgen ihres Podcasts erläutert.

Behandlung von AOGD-Teens: „Flying blind”

hand 3833834 un perfekt pixabay Obwohl die Evidenzbasis nachweislich noch immer sehr gering ist, behaupten viele Medien, dass die Behandlung von genderdysphorischen Teens sicher sei.
Jesse Singal hinterfragt die Sicherheit der aktuellen Standard-Behandlung und kommt zu dem Ergebnis: „In many ways, everyone is flying blind, especially families of kids with later-onset GD.”

What the media gets wrong on gender reassignment, Spectatorworld, 22.06.2021

Genspect

GENSPECT Logo

„Introducing Genspect, a new organization which has been set up to give a voice to parents. We are not a parent support group; nor are we a research organization. Instead, we intend to speak out about parents’ concerns in the mainstream media. We will be a front-facing organization focused on telling parents’ stories and centering their valuable insights into this unfolding medical scandal.”

Genspect Website,   Jahresrückblick 2021

Genspect Youtube-Channel

Genspect unheard voices

Karolinska stoppt Behandlung Minderjähriger

international 2684767 640 joronoDie Karolinska-Uniklinik setzt die Verwendung des "niederländischen Protokolls" zur Behandlung genderdysphorischer Minderjähriger aus. Die Verschreibung von Pubertätsblockern und Cross-Sex-Hormonen für Minderjährige unter 16 Jahren wird eingestellt. Andere schwedische Kliniken machen weiter.

Schwedens Karolinska beendet Pubertätsblocker-Verwendung bei < 16, SEGM, 2021

The Swedish U-Turn on Gender Transitioning for Children, genderreport, 2021

NEU: Dokumentation zur Pubertätsblocker-Behandlung der Karolinska-Uniklinik (auch in englisch), 24.11.2021,   Kommentar

Neue Beiträge zum Thema Trans*

news stuxx pixabayIn diversen deutschen Medien erschienen zwischen April und Juni 2021 mehrere interessante Artikel zu Trans*-Themen (leider teilweise hinter Bezahlschranke). Es geht um Transition, Detransition, Keira Bell, Elternrechte, TSG, etc. 

Die Reifeprüfung, Spiegel, 29.04.2021

Sollten Minderjährige bei ihrer Gender-Identität mehr Rechte bekommen? Welt, 23.04.2021

Sie, Er, Ich, SZ, 07.05.2021

Wenn die eigene Tochter plötzlich sagt, 'Ich bin ein Junge', Welt, 11.06.2021

Lost Boys?

stones pixabayEin Fünftel bis ein Viertel der genderdysphorischen Jugendlichen ist biologisch männlich, zurzeit scheint ihr Anteil zu steigen.

Lost boys, Ourduty, Mai 2021

ROGDboys-Survey, PITT, 27.09.2021

My Son doesn't want to be a man, R. Nyhus, 2021

Gender Dysphoria in Males #2, Gender: A wider Lens, Podcast-Gast Angus Fox

No male ROGD isn't all agp  (Autogynophilie)

Transin' the Suburbs, Sicht einer betroffenen Mutter, 2021

Eltern verdienen Antworten

Es ist völlig legitim, dass Eltern alles über die Behandlung, insbesondere die Medikalisierung wissen wollen, die zurzeit standardmäßig bei Genderdysphorie für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten bzw. angewendet wird.

why by Gordon Johnson, pixabay J. Michaelson hat 12 Fragen formuliert, die uns Eltern beschäftigen und auf die wir sowohl im Internet als bei den Experten kaum hinreichende Antworten finden.

Parents Deserve Answers before Medicalizing „Gender Identity, Michaelson, 2021

Susan Nagel glaubt nicht, dass die körpermedizinischen Maßnahmen die richtige Therapie für ihr Kind sind und führt alle Zweifel im Einzelnen auf:

Wanting to protect my daughter's health does not make me a bigot, 2017

Die Psychotherapeutin S. O'Malley beleuchtet die Situation von besorgten Eltern

Gaslighting the Concerned Parents of Trans Children, Quillette (05/2021)

Think my Kid is Trans? Better Prove it., Pittstack, 22.10.2021

Dysphoric

In die 4-teilige Dokumentation Dysphoric geht es um die sich verbreitenden Gender-Identitäts-Ideologie und ihre Auswirkungen auf Frauen und Mädchen - besonders in Entwicklungsländern, s. auch limesodafilms, 2021

„The film explores gender transition, the permanent medical side-effects of hormones and surgeries, the propaganda by 'woke' corporations that glorifies thousands of stereotypical gender presentations coalesced as fashion, a surge in pronoun policing; language hijacking that calls women ‘menstruators’, and the many hurdles women face while trying to question this modern-day misogyny."

The film amplifies the voices of detransitioners, clinicians, psychiatrists, sociologists, feminists, academics and concerned citizens.

GENDER - A Wider Lens

ist eine sehr interessante Podcast-Serie von und mit Sasha Ayad und Stella O'Malley - Psychotherapie-ExpertInnen für Genderdysphorie und GD-Behandlung

Tipp: Anzeige automatisch deutsch übersetzter Untertitel
Tipp: Skript zum Podcast

Genderdysphorie bei Jugendlichen - Was tun?

Dr. A. Korte arbeitet als Jugendpsychiater an der Uniklinik München mit Jugendlichen, die sich als ihr Geschlecht infrage stellen, in der Kindheit aber keine Anzeichen von Geschlechtsdysphorie hatten. Er berichtet, dass 8 Mädchen auf 1 Jungen kommen, die sich um einen Termin bemühen und stellt die Ursachen vor, die er dafür vermutet. Korte unterstützt die Jugendlichen dabei herauszufinden, ob und warum sie sich nicht mit ihrem Körper und ihrem biologischen Geschlecht arrangieren können.

Seine Ablehnung der Verordnung von Pubertätsblockern begründet Korte damit, dass sie die Jugendlichen auf die Genderdysphorie fixieren. Es wird nicht nur die körperliche und sexuelle Entwicklung gestoppt, sondern möglicherweise auch eine homosexuelle Entwicklung verhindert.

Korte äußert sich auch zu möglichen gesellschaftlichen Ursachen, Trans-Aktivismus und „queeren“ Theorien.

Interview, April 2019

Eine Botschaft der Hoffnung für dysphorische Jugendliche

von einigen anonymen Detransitionierern

  1. Die Zeit ist nicht gegen euch, was die körpermedizinische Transition angeht.
    be kind of yourself - shutterstock Jugendlichen mit Genderdysphorie wird in den Medien ständig vermittelt, dass sie Selbstmord begehen könnten, wenn die Transition sich verzögert. In der Realität jedoch schaffen transsexuelle Menschen häufig zuerst die Grundlage für ihre medizinische Transition, indem sie ihr Leben als Erwachsene aufbauen – den Wunschberuf erlernen, finanzielle Rücklagen schaffen und ein Unterstützungsnetzwerk aufbauen. Medizinische und soziale Transition sind schwierige und kostspielige Vorhaben.
  2. Es gab eine Zeit, in der ich mich nicht anziehen konnte, ohne eine Panikattacke zu bekommen. Seit meiner Kindheit ...
Original unter a-message-of-hope.com, 17.12.2020

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Spektakuläres Urteil zu PB und CSH

Royal Courts of Justice The Lud, Public domain, via Wikimedia CommonsAm 01.12.2020 veröffentlichte der High Court in London das Urteil im Prozess Keira Bell gegen den NHS/GIDS London. Die Verschreibung von Pubertätsblockern (PB) und Cross-Sex-Hormonen (CSH) wurden als experimentell und risikobehaftet bezeichnet. Kindern und Jugendlichen dürfen sie in den meisten Fällen nicht mehr ohne gerichtliche Genehmigung verschrieben werden. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob eine rechtsgültige Einwilligung von Kindern und Jugendlichen möglich ist und welche Qualität die Aufklärungsinformationen hatten.

Puberty blockers: Under-16s 'unlikely' to be able to give informed consent, BBC

Das Urteil des High Courts im Fall Keira Bell, 01.12.2020

Society for Evidence Based Gender Medicine zum Urteil des High Courts, 03.12.2020

An English ruling on transgender teens could have global repercussions, 12.12.2020

Neue Richtlinie für geschlechtsangleichende Maßnahmen

yes no 2167843 by GerdAltmann pixabay Im August 2020 wurde die Richtlinie „Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus“ des GKV-Spitzenverbandes neu herausgegeben. Sie ist für die Medizinischen Dienste der Krankenkassen und deren Verbände verbindlich.

Im Rahmen der sozialmedizinischen Begutachtung verlangen die Krankenkassen auch zukünftig eine umfassende Diagnose (Transsexualismus ICD-10, F64.0 einschl. Ausschluss von Komorbidität, körperliche Untersuchung, Labor, etc.), Gutachten und Alltagserfahrungen. Damit sind weiterhin alle „nonbinary“-Diagnosen ausgeschlossen.