Über uns

Transteens-Sorge-berechtigt ist eine Interessengemeinschaft von Eltern mit genderunsicheren oder genderdysphorischen Jugendlichen in Deutschland.

Genderprobleme haben mehr als eine Ursache

Wir glauben, dass es viele Wege gibt, die über das Geschlecht eines Jugendlichen zur Entwicklung von Stress führen können. Ebenso viele Wege gibt es, eine solche Notlage zu bewältigen.

Wir haben Bedenken gegenüber der Behandlung unserer Teens und Twens mit Gender-Problemen, was den Affirmation-Only-Trend, die schnelle und vielleicht unnötige Medikalisierung und den Lifelong-Patient-Status sowie den Verlust der Reproduktionfähigkeit angeht. Wir wünschen uns ein breiteres Behandlungsspektrum und stärker evidenzbasierte Konzepte für Kinder und Jugendliche, die ihr Geschlecht und/oder ihr Gender infrage stellen oder/und sich nicht an Gender-Stereotype anpassen.

Wir wollen unsere Kinder

  • vor körperlichen und psychischen Schäden schützen
  • dabei unterstützen, sich zu optimistischen und lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln.

Wir sammeln und kommunizieren unsere Erfahrungen und Wahrnehmungen zu Themenfeldern, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind wie

  • Affirmative Behandlungsmethoden
  • Medikalisierung von Jugendlichen
  • Leitlinien-Methoden und -Ergebnisse
  • Trans-Ideologien
  • Trans-Aktivismus

Ausrichtung

Transteens-sorge-berechtigt ist eine politisch, weltanschaulich und religiös unabhängige Interessengemeinschaft. Sie erhält keine Fremdmittel. Unser Interesse bezieht sich ausschließlich auf das Wohl und den Schutz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Team besteht aus Eltern und Unterstützern mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Professionen und Erfahrungen. 

Wir sind überzeugt, dass medizinisch transitionierte Menschen nicht diskriminiert werden dürfen. Wir haben keine ihnen gegenüber keine „irrationalen Ängste” oder Vorurteile.

Manche Erwachsene - auch in unserer Elterngruppe - hatten selbst im Kindes- und Jugendalter Probleme mit ihrem Körper und oder mit dem Erwachsenwerden und können ihre Situation in die heutige Zeit projizieren.

Unser Fokus liegt auf ROGD (Rapid Onset Gender Dysphoria) - dem Profil von Genderdysphorie (GD), das in der Pubertät beginnt. Das ROGD-Profil unterscheidet sich erheblich von der GD bei Kindern und der GD bei Erwachsenen. Rapid Onset Gender Dysphoria

  • beginnt meist in der frühen Pubertät und manchmal auch in der Adoleszenz
  • betrifft eher Jugendliche, die bereits psychisch oder psychiatrisch auffällig sind
  • beginnt oft relativ spontan, bis dahin gab es keine Unzufriedenheit mit dem Geschlecht/Gender
  • ist häufig von sozialen Einflüssen begleitet wie mehrere ähnliche Fälle in der Klasse oder Peergroup, Medieneinfluss
  • betrifft zu einem großen Teil biologische Mädchen
  • hat meist gar nichts oder nur in seltenen Fällen etwas mit Autogynophilie bzw. dem Profil der autohomoerotischen GD zu tun
  • hängt nicht mit einer bestimmten sexuellen Orientierung zusammen
  • hat als Ursachen vermutlich Pubertätsprobleme, Körperdysmorphe Störungen, Beeinflussung durch Medien, soziale Ansteckung und/oder Komorbiditäten oder auch die Vermeidung von homosexuellen Gefühlen.

Mehr zu ROGD - Rapid Onset Gender-Dysphoria

Information und Vernetzung

Wir möchten die Öffentlichkeit für die Probleme genderhinterfragender Jugendlicher und junger Erwachsener sensibilisieren. Gender-Nonkonformität sollte von der Gesellschaft unterstützt werden und keine schwer belastende körpermedizinische Behandlung erfordern. Wir erkennen an, dass schwule, lesbische und bisexuelle Jugendliche oft nicht genderkonform sind. Wir unterstützen den Ansatz, der es Jugendlichen ermöglicht, ihre Sexualität frei und akzeptiert zu erkunden, statt hormonelle Triebe mit Medikamenten zu unterdrücken. Schließlich plädieren wir für einen langsameren und besonneneren Umgang mit allen Schwierigkeiten, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene heute konfrontiert sind.

Viele Eltern machen sich Sorgen, ob ihr genderdysphorisches Kind in den richtigen Händen von Fachleuten ist, ob es kompetent und ergebnisoffen behandelt wird. Weil die derzeitig üblichen affirmativen Behandlungsstandards, letztlich fast immer zu körpermedizinischen Maßnahmen führen, suchen sie auch nach Alternativen. Viele online verfügbaren Informationen dazu sind nur verstreut zu finden, nicht immer einfach zu verstehen oder teilweise in englischer Sprache. Einige Themen stellen sich bei eigener Betroffenheit für Eltern in spezieller Weise dar.

Als Interessengemeinschaft Sorgeberechtigter versuchen wir vor allem eine eigenständige Informationsquelle zum Thema Genderdysphorie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereitzustellen.


Eltern benötigen Unterstützung

Für manche Eltern stellt sich die Situation so krass dar, wie sie  Paul R. McHugh bereits 2015 beschrieben hat:

„parents whom no one—not doctors, schools, nor even churches—will help to rescue their children from these strange notions of being transgendered and the problematic lives these notions herald. These youngsters now far outnumber the Bruce Jenner type of transgender. Although they may be encouraged by his public reception, these children generally come to their ideas about their sex not through erotic interests but through a variety of youthful psychosocial conflicts and concerns.“