Geboren im falschen Körper?

Titelbild Arhbeck FelderProf. Dr. Ahrbeck und Prof. Dr. Marion Felder (Hrsg.) thematisieren in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Geboren im falschen Körper - Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen" eine Entwicklung, die immer problematischere Züge annimmt. Immer mehr Jugendliche - vor allem Mädchen - infizieren sich mit der Idee einer von ihrem biologischen Geschlecht abweichenden Gender-Identität. Das bringt viele von Ihnen in die Situation, ihren Körper experimentellen Behandlungsverfahren auszusetzen und lebenslang medizinisch versorgt werden zu müssen.

Neue Gesetzesvorhaben zielen darauf ab, die Möglichkeiten schnell und eventuell unüberlegt zu handeln weiter zu öffnen und zu vereinfachen. Die Rechte und die Gesundheitsfürsorge von Eltern sollen eingeschränkt werden. Führende Fachvertreter verschiedener Wissenschaftsdisziplinen nehmen dazu Stellung.

Das Buch ist Anfang Mai 2022 im Kohlhammer-Verlag erschienen.

Kein Mann wird wirklich zur Frau. Und keine Frau wird wirklich zum Mann, Cicero, 23.05.2022 (Bezahlschranke)

Auf die Frage des Cicero zum geplanten Selbstbestimmungsgesetz „überlassen wir hunderte, vielleicht tausende Jugendliche schutzlos sich selbst und lösen eine große Tragödie aus, die wir noch bereuen werden?"
Ahrbeck: „Wenn dieses Gesetz kommt und sich auch an anderen Stellen diese affirmative Haltung weiter durchsetzt, wird das sehr viel Unglück produzieren. Da bin ich ganz sicher.
Felder: „Man muss sich die gravierendsten Folgen vor Augen führen. Wir sprechen hier von Sterilisationen, vom Verlust des sexuellen Empfindens ... Selbst einige transsexuelle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlagen mittlerweile Alarm, weil sie sehen, dass sich da gerade ein Trend entwickelt, der viel zu weit geht."

'Gender Identity', das Elternrecht und die pädagogische Kapitulation, B. Ahrbeck/M. Felder, 2020 (frei)

Das Thema Gender-Identität überfordert Kinder, FAZ, 05.09.2020 (Bezahlschranke)

Transsexualität

Titelbild Transsexualitaet Hrsg.: A. Schwarzer, C. Louis Unter dem Titel Transsexualität - Was ist eine Frau? Was ist ein Mann? haben Alice Schwarzer und Chantal Louis eine Streitschrift herausgegeben, in der Transitionierte, Detransitionierte sowie Psychiaterinnen, TherapeutInnen, Pädagoginnen und Eltern jugendlicher Betroffener zu Wort kommen. Schwarzer und Louis melden humanitäre und politische Bedenken zu dem aktuellen Trend an, bei Rollenirritationen schnell mit schwerwiegenden Hormonbehandlungen und Operationen zu reagieren.

Im Gendertrouble, ZEIT, 23.02.2022

Schwarzer bei Gredig direkt, SRF, 31.03.2022

La fabrique de l’enfant transgenre

La fabrique de l'enfant transgenreCéline Masson und Caroline Eliacheff, Psychoanalytikerinnen, fragen „Wie können Minderjährige vor einem Gesundheitsskandal geschützt werden?" Das Gewicht der LGB&TQI-Kultur sowie der Einfluss der sozialen Netzwerke haben der Genderdysphorie oder dem Gefühl, im „falschen Körper" geboren zu sein, eine neue Sichtbarkeit verliehen. Fortschrittliche Emanzipation oder ein Phänomen ideologischer Umarmung?

Im Namen des Kinderschutzes prangern Caroline Eliacheff und Céline Masson ein angebliches „Recht auf Selbstbestimmung" an, das die Leiden der Heranwachsenden verschleiert und instrumentalisiert.

La fabrique de L'enfant transgenre, (franz.)    Blick ins Buch

Interview mit Céline Masson, 09.01.2022

Material Girls: Why Reality Matters for Feminism

adult education 2706977 GerdAltmann pixabay material girl cKathleen Stock, Philosophie-Professorin an der Universität Sussex, kritisiert die einflussreiche Theorie, dass alle Menschen ein inneres Gefühl hätten, das als Gender-Identität bezeichnet wird und gesellschaftlich bedeutsamer sein soll als das biologische Geschlecht.

Material Girls: Why Reality Matters for Feminism von K. Stock, 2021 auch in   Deutsch und   Spanisch

Das gefühlte Geschlecht, Rezension, Die ZEIT, 06,04,2022

Rezension von Stella O'Malley, Evening Standard, 27.04.2021

Rezension von H. Brunskell-Evans, 02.07.2021

Der Journalist und die Relativierung des Mobs: Wenn Medienvertreter vor lauter Transgenderideologie tendenziös berichten, Uwe Steinhoff, 17.11.2021

Interview mit K. Stock, Zeit, 15.12.2021

Trans: When Ideology Meets Reality

Helen Joyce beleuchtet das Thema "Trans" von allen Seiten, sowohl in der Historie, als auch in der aktuellen Debatte. Es geht weniger um Trans-Menschen als um Trans dreamstime 121681035 die wichtige Frage, ob es sinnvoll ist, eine selbst deklarierte Gender-Identität (Self-ID) gegenüber dem biologischen Geschlecht zu privilegieren, wenn es um gesellschaftliche Regeln wie Gesetze, Richtlinien, Vorschriften, medizinische Vorgehensweisen, Forschung und Medien geht. Obwohl es Self-ID heißt, geht es nicht nur um ein individuelles Gefühl, sondern vor allem um die Forderung nach Bestätigung der Identifikation durch andere.

"Since evolution has equipped humans with the ability to recognise other people’s sex, almost instantaneously and with exquisite accuracy, very few trans people ‘pass’ as their desired sex. And so to see them as that sex, everyone else must discount what their senses are telling them."

Besonders gründlich hat Joyce zu „Trans im Sport” und „Trans-Pharma” recherchiert, aber auch was die Gender-Ideologie für Kinder und Jugendliche bedeutet.

Helen Joyce: Trans: When Ideology Meets Reality, Juli 2021

Rezension von Angus Fox, 17.08.2021

Rezension von Stella O'Malley, Evening Standard, 12.07.2021

Rezension von Kathleen Stock, The Telegraph, 18.07.2021

Rezension von Jesse Singal, The New York Times, 07.09.2021

Gender Dysphoria

Evans Gender Dysphoria 2021Susan und Markus Evans, psychoanalytisch orientierte Psychotherapeuten, haben im Mai 2021 ihr Buch "Gender Dysphoria - A Therapeutic Model for Working with Children, Adolescents and Young Adults" herausgebracht. Zielgruppen des Buches sind Fachleute, die mit genderdysphorischen Teens und Twens zu tun haben, es ist aber auch gut lesbar für Eltern und alle die die erhebliche Notlage von ROGD-Jugendlichen besser verstehen wollen.

Blick ins Buch und Online-Shop des Verlags

Ausführliche Rezension von Lily Maynard

The End of Gender

the end of gender von Debra Soh, 2020Ohne zu definieren, was mit den jeweiligen Begriffen gemeint ist, kann heute eigentlich kein sinnvolles Gespräch über Gender-Themen geführt werden. Im Deutschen kommt erschwerend hinzu, dass der Begriff GESCHLECHT meistens innerhalb von verschiedenen, teilweise auch konkurrierende Begriffswelten benutzt wird: zum einen ist Geschlecht(sex) naturwissenschaftlich definiert, zum anderen wird Geschlecht(gender), ein hypothetisches Konstrukt der Gender-Studies, für „sozio-kulturelle Geschlechtsaspekte“ verwendet.

The End of Gender von Debra Soh, 2020

Abigail Shrier: Irreversible Damage

The Transgender Craze Seducing Our Daughters

Irrversible Damage Shrier2020klA. Shrier beschreibt und hinterfragt den gegenwärtigen Trans-Hype bei Mädchen und jungen Erwachsenen - und liefert damit eine hervorragende Bestandsaufnahme und Analyse. Sie hat dieses komplexe Thema gründlich recherchiert, die führenden ExpertInnen befragt. Besonders gut sind ihr die Ausführungen zur Situation von Familien mit ROGD-Teen, speziell zum Eltern-Kind-Verhältnis, den möglichen Ursachen von ROGD, zur Rolle der InfluencerInnen, zum Sekten-Charakter und Gruppenkonformitätszwang (in-group-versus-out-group) der Trans-Ideologie gelungen.

Für betroffene Mütter und Väter gibt es durch die wiederkehrenden fast deckungsgleichen Aussagen und die annähernd uniformen Handlungsweisen der pubertierenden TransTeens und der Fachleute. Für den/die betroffene(n) LeserIn enthält das Buch verblüffend oft Wiedererkennungs-Momente.

Irreversible Damage - The Transgender Craze Seducing Our Daughters » Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Abigail Shrier on Freedom in an Age of Fear, Interview 21.12.2021

TOMBOY

Tomboy Anhand des mittlerweile ungebräuchlichen und vielleicht schon immer etwas komplizierten Begriffs „Tomboy” (im Deutschen "Wildfang" oder „burschikoses Mädchen) regt das Buch von Lisa Selin Davis dazu an, über unsere Normen, die Geschlecht bzw. Gender betreffen, gründlich nachzudenken. Es geht um die Historie der Gender-Normen und wie sich die Gender-Normierung auf Heranwachsende auswirkt.

Lisa Selin Davis analysiert das Thema anhand von 3 Leit-Fragen:

  • Woher kommt die Kluft zwischen Rosa und Blau und wie passen Tomboys da hinein?
  • Was motiviert Tomboys in der Kindheit, diese Teilung zu überwinden?
  • Wer werden diese Tomboys später einmal sein?

Tomboy - The Surprising History and Future of Girls Who Dare to Be Different by Lisa Selin Davis, 2020

Born in Your Own Body

Born in your own BodyIn 'Transgender Children and Young People · Born in Your Own Body' hrsg. von Heather Brunskell-Evans & Michele Moore nehmen Kliniker, Psychologen, Soziologen, Pädagogen, Eltern und Detransitionierte Stellung zur Trans*-Ideologie, hinterfragen die üblichen Paradigmen und zeigen die psychischen und physischen Schäden auf, die Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen möglicherweise drohen, wenn sie sich wegen ihrer Gender-Dysphorie behandeln lassen.

Transgender Children and Young People: Born in Your Own Body, 2018

Review von J. Casperian

Inventing Transgender Children and Young People

Inventing TGIn 'Inventing Transgender Children and Young People' hrsg. von Heather Brunskell-Evans & Michele Moore schreiben wiederum Kliniker, Psychologen, Soziologen, Pädagogen, Eltern und Detranstionierte. Sie zeigen, wie „Transgender-Kinder und -Jugendliche“ in verschiedenen medizinischen, sozialen und politischen Kontexten 'erfunden' wurden und werden, z. B. von Lobbygruppen, Medien, YouTube-Influencern, Psychiatern, Psychologen aber auch von der Pharma-Industrie und von der Medizin.

Inventing Transgender Children and Young People, 2019

Body Politics

Body PoliticsMit der Intensivierung der Debatte um die Genderidentität stellen immer mehr Menschen kritische Fragen, auch zu den Auswirkungen der Transgender-Ideologie und -Gesetzgebung auf Frauen- und Kinder-Rechte. Die Philosophin H. Brunskell-Evans vertritt die These, dass Transgenderismus im 21. Jahrhundert das Patriarchat in imperialer Form ist und zwar unter dem Deckmantel von Gleichheit, Vielfalt und Inklusion. Mittlerweile werden Menschen, die die Ideologie hinter dem Konzept des Transgenderismus benennen oder in Frage stellen, bedroht.

Body Politics, 2020

Wilde Mädchen

Am schönsten sind wir, wenn wir niemandem gefallen wollen

Wilde Maedchen klIn diesem beeindruckenden Bildband versammelt die Fotografin Kate T. Parker mehr als 175 Aufnahmen von Mädchen im Alter von 5 bis 18 Jahren. Sie porträtiert abenteuerlustige, freche und neugierige, aber auch ruhige, nachdenkliche und kreative Mädchen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind authentisch und mutig genug, sich vor der Kamera so zu zeigen, wie sie wirklich sind: wild, frei und wunderbar!
Ihre Aufnahmen beweisen, dass wahre Schönheit nichts mit einer bestimmten Körperform zu tun hat, nichts damit, ob man lächelt, seine Haare frisiert oder sich hübsch zurechtgemacht hat.

Diese Buch sprengt alle Stereotype und zeigt, dass Mädchen alles sein können, was sie wollen – solange sie sie selbst sein dürfen.

Wilde Mädchen - Am schönsten sind wir, wenn wir niemandem gefallen wollen, Fotobuch, 2018,   Leseprobe

Keine Angst vorm Spiegel - Der Weg zur Körperakzeptanz

Keine Angst vorm Spiegel600 klPsychotherapeut (VT) Stefan Brunhoeber hat sich auf das Thema "Körperdysphorische Störungen" spezialisiert. Auch wenn es sich um ein 'Selbsthilfebuch' handelt, beschreibt er sehr detailliert, worum es geht und wie Verhaltenstherapie helfen kann. Viele Eltern von genderdysphorischen Jugendlichen erleben das Phänomen der „Körperdysmorphen Störung” als Haupt- oder Teil-Problematik. Insofern ist dieses Buch durchaus interessant.