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ROGD - erst wenn das eigene Kind betroffen ist, ...

Den meisten Eltern von Teenagern sagt das Akronym ROGD nichts. Erst wenn ihr eigenes Kind die Identifikations­schablone „Ich bin trans*" für sich entdeckt hat, treffen viele Eltern auf den Begriff „Rapid Onset Gender Dysphoria" und seine Bedeutung erschließt sich. Lisa Littmann hatte diesen Begriff bereits 2018 gewählt, um ein neu beobachtetes Phänomen zu beschreiben:

ROGD - bezieht sich auf die plötzliche Entwicklung eines Gefühls der Distanzierung vom eigenen biologischen Geschlecht [erst] in der Adoleszenz, typischerweise nach intensiver Nutzung sozialer Medien, oft beeinflusst durch Gleichaltrige und häufig ein maladaptiver Bewältigungsmechanismus für andere Probleme. Teenager (meistens ♀), die ihr Geschlecht infrage stellen, entdecken schnell, dass Lösungen für ihre Probleme in Form einer Transition angeboten werden. (ROGD, ROGD)

Eltern, die nach Recherchen und Erfahrungen nicht auf den Affirmation-Only-Trend einschwenken können, sammeln sich (auch hierzulande) in Eltern-Selbsthilfegruppen, einer Gruppierung, in derenLogo Parents of RODG Kids Namen ROGD vorkommt: ParentsofROGDKids. Hier können sich betroffene Eltern austauschen, was ansonsten mit Freunden, am Arbeitsplatz und sogar mit Fachleuten eher schwierig ist.

Die Journalistin Janne Hoppe hatte die Möglichkeit, einige Eltern dieser Online-Gruppen zu treffen. Sie berichtet, wie Eltern mit verschiedenen Einrichtungen wie Schule, Jugendamt, Jugendeinrichtungen, Gericht kämpfen, aber auch, welche Probleme es mit medizinischen und psychologischen Fachleuten gibt und wie Eltern, die ihre Kinder schützen wollen, alleine gelassen werden.

„Es bleibt ein Misstrauen in alle Systeme“ – Wenn Eltern an der Diagnose Trans zweifeln, J. Hoppe, WELT, 09.03.2026


Es gibt mehrere Typen von Genderinkongruenz/-dysphorie

ROGD enthält den Begriff Genderdysphorie (GD). Dysphorie heißt im Griechischen Unbehagen und bedeutet das Gegenteil von Euphorie. Genderdysphorie wird auch als „krankheitswertige Form der Genderin­kongruenz“ bezeichnet.

Genderdysphorie – die Diskrepanz zwischen dem gefühlten Gender (sozialen Geschlecht) und dem Geschlecht mit seinen primären oder sekundären Merkmalen – kann ein Stressfaktor sein und Leidensdruck erzeugen. Genderdysphorie ist eine diagnostische Kategorie im DSM-5, wobei die spezifische Diagnose durch altersgruppenbezogene Kriteriensätze definiert ist, die sich auf die klinische und signifikante psychische Belastung beziehen, die aus der Genderinkongruenz resultiert. GD ersetzt seit 2013 im DSM-V die vorherige Bezeichnung als „Genderidentitätsstörung".

Die Diagnose nach DSM-5 und DSM-5-TR ist grundsätzlich inkohärent und nicht falsifizierbar. Die Diagnose definiert Geschlecht und Gender unterschiedlich, verwendet die Begriffe jedoch synonym. Die Diagnose­kriterien pathologisieren unnötigerweise natürlich vorkommende gender-non-konforme Zustände und suggerieren, dass die Nichtkonformität mit Genderstereotypen ein Symptom für eine behandlungs­bedürftige Erkrankung sein könnte.

In der breiteren umgangssprachlichen Diskussion könnte der Begriff „genderbezogene Notlage" sinnvoll sein.

Genderdysphorie – Subtypen

Im Allgemeinen werden die Subtypen von Genderdysphorie nach dem Zeitpunkt des Auftretens differenziert: früh in der Kindheit, zu Beginn oder während der Pubertät, im Erwachsenenalter. Die einzelnen Subtypen unterscheiden sich außerdem deutlich durch weitere Merkmale. (Quelle u. a.: genderdysphoriaalliance.com, Canada)

Debbie Hayton, transidentifizierter Mann, merkte zu den verschiedenen Subtypen an:

„I don’t think there’s anything to connect, for example, middle aged men who are desperate to become women with teenage girls who are desperate to escape from becoming women, I think those are two different conditions, totally different. But because we apply the same term, gender dysphoria, it’s conflated the two. And I think that’s unfortunate.” (D. Hayton, Quillette, 07.05.2024

Warum sind Eltern genderkritisch?

Eltern, die der Ideologie des Transgenderismus kritisch gegenüberstehen, halten die Überzeugungen der Genderideologie für realitätsfern und können sie nicht nachvollziehen. Es geht um populäre Vorstellungen wie:

  • Es gibt mehr als zwei biologische Geschlechter.
  • Jede/r hat eine angeborene Genderidentität und kann sein Geschlecht wählen bzw. wechseln.
  • Bei einer Diskrepanz zwischen genderpsychischer Notlage und Geschlecht ist die medizinische Transition die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Insbesondere wollen viele Eltern vermeiden, dass ihre geliebten Kinder Opfer dieser Ideologie werden, da sie in der medizinischen Transition Risiken sowohl für die psychische als auch für die physische Gesundheit ihres Kindes sehen. Sie können nicht nachvollziehen, dass sich das psychische Leiden ihrer Kinder durch die körperbezogene medizinische Transition verbessern wird. Oder sie wissen oder vermuten, dass das Kind primär ganz andere Probleme hat, so dass eine „gender-affirmative Versorgung" unnötig wäre.

Um ihren Kindern in ihrer ernst zu nehmenden Notlage weiterzuhelfen, suchen Eltern Rat bei Fachleuten. Experten in Deutschland kennen aber in der Regel nur eine Richtung: die trans-affirmative Versorgung in Form von Medikalisierung (lebenslang) und geschlechtsangleichender Chirurgie. Zumeist versuchen Fachleute, Eltern von der trans-affirmativen Versorgung zu überzeugen, und setzen sie unter Druck, ihre Kinder dabei zu unterstützen. Außerdem bekommen Eltern von diesen Experten unberechtigterweise direkt oder indirekt signalisiert, dass sie ihre Kinder nicht richtig kennen.


ROGD kann sehr viele Ursachen haben


Wie Elternrechte untergraben werden

Ein Fall in Kalifornien (USA), der kürzlich vor Gericht verhandelt wurde: Es ging um Handlungsanweisungen für Schulen, die schulische Mitarbeiter verpflichten, Eltern über die Transition ihres Kindes in der Schule im Unklaren zu lassen. Solche „Handreichungen“ gibt es auch in Deutschland. (TIN* in der Schule)

In diesem besonders tragischen Fall hat die Mehrheit der Richter des Obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten jetzt entschieden, dass die Genderidentitätspolitik Kaliforniens nicht in Ordnung ist: Die Eltern erfuhren erst nach dem Suizid ihrer Tochter, dass sie in der Schule transitioniert worden war. In der Gerichtsentscheidung vom 02.03.2026 heißt es:

„The State [California] argues that its policies advance a compelling interest in student safety and privacy. But those policies cut out the primary protectors of children’s best interests: their parents.“

The Supreme Court Restores Parents to Their Proper Place, cityjournal I. Shapiro, 04.03.2026


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„Mama, ich bin jetzt trans“ – Die Gefahren von Pubertätsblockern und Hormonen, Die Welt, A. Kröning, 06.03.2025

 

Was tun?

Eltern eines ROGD-Teens stehen immer vor der Herausforderung, sich entscheiden zu müssen, wie dem leidenden Kind bestmöglich geholfen werden soll.

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