TransTrain - Sweden's U-Turn on Trans Kids
Im Mai 2021 kündigte Schweden eine Änderung seiner Politik bezüglich der medizinischen und chirurgischen Transition von Kindern an. Die Änderung erfolgte im Zuge der investigativen SVT-Doku-Serie TransTrain, die das Problem der Medikalisierung von Kindern mit Genderdysphorie in Schweden und Europa untersuchte.
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Sie untersuchten die Evidenzbasis der Protokolle, die Ethik der Behandlung von Kindern, Ihre Einwilligungsfähigkeit und den Grad der Aufsicht und Verantwortung, den die Kliniken für ihre Patienten hatten.
Auch in Schweden wurde das Dutch Protocol verwendet (seit etwa 2014), um Kinder mit Pubertätsblockern zu behandeln, die zu Cross-Sex-Hormonen und ggf. Operationen zu führen. Das Dutch Protocol ist ursprünglich mit relativ strengen Kriterien konzipiert worden, die allerdings nicht auf die explodierende Population von meist jungen genderdysphorischen Frauen anwendbar sind. D. h. die meisten Patienten, die seither auf diesen „Trans-Zug“ der Bestätigung und Medikalisierung aufgesprungen sind, gehören zu einer ganz anderen Kohorte als die, die im ursprünglichen niederländischen Protokoll ausgewählt und untersucht wurde.
Infolgedessen traten die Probleme des Bedauerns und der Detransition immer häufiger auf, da die Menschen, für die das niederländische Protokoll nicht gedacht war, zu erkennen begannen, dass die medizinische und chirurgische Transition ihre Probleme nicht lösen würde.
Als diese Geschichten bekannt wurden, begannen die schwedischen Enthüllungsjournalisten von „Mission: Investigate", mit Bedauernden und Detransitionierten zu sprechen und wandten sich an die Krankenhäuser und Kliniken, die die jungen Menschen behandelten, um herauszufinden, was vor sich ging. Im Laufe der nächsten Episoden von Mission: Investigate wurden andere Aspekte des modernen Diskurses über die medizinische Behandlung von Genderdysphorie untersucht. Die Enthüllungen dieser Serie führten schließlich dazu, dass das nationale Gesundheitssystem in Schweden seine Protokolle überprüfte und eine offizielle Richtlinie herausgab, die die Umsetzung des niederländischen Protokolls bei der Behandlung von Kindern mit Genderdysphorie stoppte.
The Trans Train Part 1: The New Patient Group & Regretters, 04.03.2019 (engl.):
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The Trans Train Part 2: Other Issues, Talk Therapy and Suicidality, 09.10.2019
Teil 2 der Dokumentarserie Trans Train befasst sich mit Selbstmordversuchen unter Trans-Teenagern, die auf eine Operation warten, mit komorbiden psychologischen Problemen und dem Potenzial der Gesprächstherapie, die Einsicht der Patienten zu verbessern, was ihre Wahrnehmung der Genderidentität beeinflusst.
Diese Themen stehen vor dem Hintergrund einer neuen Gesetzgebung in Schweden, die Kindern im Alter von 15 Jahren ermöglichen sollte, sich ohne elterliche Zustimmung die Brust entfernen zu lassen.
The Trans Train Part 3: Regret, Reassessment & Policy Reversal. November 2020
In Teil 3 gibt es ein kurzes Update über Alexsa Lundberg, eine berühmte Transfrau in Schweden, die in der 2. Folge vorgestellt wurde. Sie macht die Aussage, dass sie sich, wenn sie noch einmal die Wahl hätte, angesichts der neuen Erkenntnisse über Risiken und Ergebnisse wahrscheinlich nicht für eine Operation zur Geschlechtsangleichung entschieden hätte und stattdessen ein Leben als weibliche Homosexuelle führen würde.
The Trans Train Part 4: Puberty Blockers, Complications and Consent- Original, 24.11.2021
In Teil 4 der schwedischen Trans Train Dokumentarserie wird die Geschichte von Leo erzählt. Leo ist ein biologisch weibliches Kind, das unter Genderdysphorie litt und sozial zu einem Jungen transitionierte. Nach 4,5 Jahren Behandlung mit Pubertätsblockern wurden ein starker Knochendichteverlust sowie pathologische Frakturen festgestellt, die ihm ständige Schmerzen bereiten.
Die Folge untersucht, wie Gender-Kliniken es versäumen können, Eltern und Patienten über die Risiken hormoneller Eingriffe zu informieren und wie das System zudem Komplikationen nicht angemessen verfolgt und reagiert, wenn Komplikationen auftreten. Die Lücken zwischen den psychologischen, endokrinologischen und chirurgischen Kliniken / Abteilungen und dem Gesundheitssystem im Allgemeinen ermöglichen, dass die Verantwortung hin und her geschoben wird.







