2 Millionen Schadensersatz für Mastektomie bei Teenager
Zum ersten Mal hat eine Detransitionierte ihren Kunstfehlerprozess in den USA gewonnen. Fox Varian, jetzt 22 und nicht mehr transidentifiziert, erhielt 2 Millionen $ Schadenersatz, mit 1,6 Millionen $ für vergangene und zukünftige Schmerzen und Leiden und weiteren 400.000 $ für zukünftige medizinische Ausgaben.
Fox Varian verklagte ihren Psychologen, Kenneth Einhorn, PhD, und den plastischen Chirurgen, Dr. Simon Chin, aus Westchester, NY, die 2019 eine Mastektomie im Alter von 16 Jahren als Transitionsbehandlung genehmigt bzw. durchgeführt hatten. Ben Ryan hat den Prozess beobachtet und berichtet darüber:
Vor ihrer Pubertätskrise hatte Vox Varian bereits einen mehrjährigen Sorgerechtsstreit der Eltern erlebt und eine Reihe psychischer Probleme, wie Depressionen, Ängste, soziale Phobie. Zudem gab es eine Autismusdiagnose, mehrere Schulwechsel und Essstörungen. Mit 15 begann sie ihre soziale Transition, wechselte den ursprünglichen Namen von Isabella zu Gabriel, änderte ihre Frisur und ihr Outfit, bandagierte sich die Brüste. Bereits 11 Monate später wurde ihr die Brust entfernt. Vom Namen Gabriel wechselte sie zu Rowan. Mit 19 Jahren detransitionierte sie und nennt sich seither Fox. 2023 reichte sie die Klage ein. Vor Gericht erklärte Fox Varian laut LeFigaro:
„Ich fühlte mich als Frau nicht mehr sicher. [...] Ich glaube, es störte mich, als Frau wahrgenommen zu werden, nicht weil ich ein Mann war, sondern weil ich nicht wollte, dass man mich als Frau sah. … Ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen dem Wunsch, ein Mann zu sein, und dem Wunsch, keine Frau zu sein, sich nicht mit allem auseinandersetzen zu wollen, was damit verbunden ist.“
Fox Varian ist klar, dass sie niemals ein Kind stillen kann. Sie sagte vor Gericht, die OP habe bei ihr Schmerzen verursacht, die sie als „brennend heiß" beschrieb, „ein reißendes Gefühl in meiner Brust“. Sie schäme sich:
„It’s so hard to face that you are disfigured for life. No amount of reconstruction, is ever going to bring back what I lost."
In dem 30-tägigen Prozess ging es vor allem um die mangelhafte sog. Informierte Zustimmung im Kontext der chirurgischen Entfernung ihrer gesunden Brüste (Mastektomie) sowie um Gefühlsverlust und Nervenschmerzen nach der Operation. Das Gericht untersuchte, ob die Fachleute ein angemessenes psychologisches Screening durchgeführt hatten und darum, welchem Behandlungsstandard sie folgten.
Die Überweisung des Psychologen an die Chirurgie war nur 3 Zeilen lang, sie enthielt weder die früheren Diagnosen Anorexie und schwere Depressionen noch die Diagnose Genderdysphorie, stattdessen ging es um Körperdysmorphie (die ganz anders behandelt wird). In den maßgeblichen WPATH-Empfehlungen zum Zeitpunkt der Mastektomie 2019 war jedoch eine „anhaltende, gut dokumentierte Genderdysphorie“ die Voraussetzung.
Zwischen dem Psychologen und dem Chirurgen gab es ansonsten keinen Kontakt bzw. Austausch über Varians Fall und weitere Sicherheitsvorkehrungen wurden nicht beachtet, die Fallnotizen waren unvollständig.
Die Suizidlüge
Varians Mutter, eine Krankenschwester, hatte der Operation zugestimmt, weil sie vom Suizidnarrativ verunsichert und vor allem vom Psychologen ihres Kindes stark unter Druck gesetzt worden war. Aber selbst Varian war verunsichert:
„Varian said [Psychologist] Einhorn’s talk of suicide 'really scared' her, too. 'It made me even more desperate to have' the mastectomy, she said. 'Because I didn’t want to die. I didn’t want to kill myself, not really.'“
„However, under cross-examination, the psychologist acknowledged that for all his and Varian’s talk of suicide, he didn’t actually believe she was at serious risk of an attempt during that period. And as her case file demonstrated, he never once saw a cause to note that Varian was suicidal until after the operation.“
Dr. Loren Schechter ist Chef der „Gender-affirming“ Chirurgie am Rush University Medical Center in Chicago und gewählter Präsident der World Professional Association for Transgender Health (WPATH). Er trat im Prozess als Sachverständiger der Klägerin auf und sagte aus:
„Surgery in and of itself is not a treatment or a mechanism to prevent suicide.”
Das Urteil
Das Gericht sprach die Beklagten schuldig und nahm eine Aufteilung von Schuld und Kosten vor: 70 % betreffen den Psychologen und 30 % den Chirurgen. Noch ist unklar, ob Berufung eingelegt werden wird.
Der nächste Zivilprozess einer Detransitionierten soll im August stattfinden.
A Legal First That Could Change Gender Medicine, thefp, B. Ryan, 02.02.2026
Welche Folgen könnte das Urteil haben?
Obwohl es in diesem Prozess nicht um grundsätzliche Aspekte der Behandlung von Minderjährigen mit Gender-Problemen ging, sondern um den Einzelfall von Varian, wird erwartet, dass mehr ähnliche Fälle und Urteile die pädiatrische Gendermedizin deutlich vorsichtiger machen werden. Allein die finanziellen Risiken durch wahrscheinlich steigende Prämien für Berufshaftpflichtversicherungen könnten dazu beitragen.
Derzeit gibt es mehr als 25 Klagen wegen Kunstfehlern bei Transitionsbehandlungen.
US-Detrans-Gerichtsverfahren – Update auf X von Benjamin Ryan, 01.01.2026
Transition Justice, ein Rechtsbeistand für Detransitionierte gab darüber hinaus bekannt, dass 6 weitere Klagen ohne öffentliche Bekanntmachung in den folgenden Bundesstaaten eingereicht worden sind: Arizona (1), Kalifornien (1), New Hampshire (2), New York (1), Wisconsin (1).
Gerichtsverfahren können das Ende einer Hysterie bewirken
Andrew Doyle hält es für merkwürdig, dass eine der bewährten Heilmethoden für menschliche Hysterie die Androhung rechtlicher Schritte zu sein scheint. So war es bei der Hexenverfolgung in Salem, so war es beim False-Memories-Psychiatrieskandal und so könnte es beim derzeitigen pseudoreligiösen Glauben an die Genderidentität bzw. den „falschen Körper“ sein:
„Perhaps the successful lawsuit against Fox Varian’s surgeon and psychologist will be the beginning of the end of this pseudoscientific mania."
Doyle hält die historischen Parallelen für offensichtlich und den Fall Fox Varian für bedeutend.
„While basic human morality and professional ethical standards have proven to be insufficient, perhaps money will eventually make all the difference."
The lawsuit that could end the gender panic, A. Doyle, 02.02.2026
Hardley Freeman ist davon überzeugt, dass die finanziellen Anreize für Ärzte, unglückliche Mädchen als Jungen zu bezeichnen und Männern zu sagen, sie könnten Frauen werden, dazu beigetragen haben, diesen Wahnsinn zu legitimieren.
„Thanks to Varian, bravely going after the doctors who betrayed her, other doctors will at last think twice before doping up and chopping up confused adolescents and adults. And then the grift will end. … this 'debate' has become a medical, psychological, journalistic, linguistic, employment, safeguarding, educational, legal, social, financial, scientific and penal scandal."
Money speaks louder than gender ideology – A $2m legal victory will make doctors think twice about mutilating children, Sunday Times, H. Freeman, 07.02.2026
Peter Sim, kanadischer Jurist, warnt vor zu euphorischen Erwartungen, dass Detrans-Klagen ein schnelles Umdenken der Experten bewirken könnten.
Zum einen seien die Verjährungsfristen auch in den meisten Bundesstaaten der USA zu kurz. Zum anderen haben mittlerweile etliche Bundesstaaten Obergrenzen für Entschädigungen festgelegt. In Kalifornien sind es beispielsweise 250.000 Dollar.
Außerdem haben sich die Empfehlungen bzw. Standards geändert, die zur Beurteilung der Einzelfälle herangezogen werden.
Fox Varian konnte interessanterweise ein Gutachten von Dr. Erika Anderson vorlegen.
„Anderson, a transwoman and a psychologist who has been critical of lax standards in gender clinics. Anderson said that according to Version 7 of the WPATH Standards of Care, which were in effect at the time, the pre-conditions for top surgery were a diagnosis of gender dysphoria, receiving 'reversible' or 'partially reversible' puberty blockers and cross sex hormones, and living in the desired gender for at least a year. The letter of referral that Dr. Einhorn, the psychologist treating the plaintiff, provided to Dr. Chin, the surgeon, diagnosed the plaintiff with 'F40.10 Social Phobia Unspecified and F45.22 Body Dysmorphic Disorder.' The plaintiff had refused to take puberty blockers or cross-sex hormones and her identification as male was uncertain."
Darüber hinaus war die informierte Einwilligung des Chirurgen laut Anderson sehr mangelhaft.
„He also failed to discuss alternatives to surgery such as hormone therapy with the plaintiff, inform her that Gender Dysphoria may not continue into adulthood, or inform her of the likelihood of regret."
Die 2022 herausgegebenen WPATH SOC8 sind mittlerweile erheblich flexibler und es ist daher schwieriger, Experten Fahrlässigkeit nachzuweisen. Beispielsweise sind die Zeiträume nicht mehr genau definiert (Was bedeutet „über längere Zeit"?), Genderinkongruenz ist ausreichend, es muss kein Leidensdruck vorhanden sein. Vorherige Hormontherapie ist wünschenswert, kann aber auch unterbleiben.
Peter Sim vermutet, dass es gute Gründe für die Annahme gibt, dass die „Flexibilität“ der ohnehin wissenschaftlich zweifelhaften WPATH SOC8 vor dem Hintergrund der Haftungsfragen absichtlich eingeführt wurde.
Von besonderem Interesse werden 2 Detrans-Klagen sein, die direkt auf die Standards der Versorgung der pädiatrischen Gendermedizin abzielen. Außerdem:
„The Federal Trade Commission and at least 21 states have begun investigations into WPATH and the Endocrine Society. This is new legal ground and it will be interesting to see what the courts make of these claims.“
The Lawsuits Begin – How will a $2 million verdict in New York affect gender medicine? Peter Sim, 10.02.2026
Waiting for the Flood of Lawsuits – Can the Courts Fix Gender Medicine? Peter Sim, May 07.05.2022
Wenn Aufsichtsbehörden und Fachverbände versagen
Gerald Posner, US-Journalist und Jurist, ist überzeugt, dass das Zivilrechtssystem „einer der wichtigsten Mechanismen sein wird, der letztlich eine Abrechnung in der pädiatrischen Gendermedizin erzwingt.“
„Professional associations have abandoned caution. Legacy media scrutiny has been missing in action. In that setting, litigation remains a powerful tool."
Im Fall Varian hat das Gericht festgestellt, dass die Fachleute kein angemessenes medizinisches Urteil gefällt haben. Die psychologische Beurteilung sowie der Informed Consent hatten Mängel, viele notwendige Schritte wurden ausgelassen, die Kommunikation war unzureichend.
„Litigation is a blunt instrument, but it is often the only one left when an industry loses its ethical bearings. Massive verdicts do not simply punish past conduct; they reshape future behavior by making malpractice insurance unavailable or prohibitively expensive. Entire lines of practice disappear not because legislators intervene, but because insurers refuse to underwrite the risk. That is why this verdict matters."
Weil die Berufsverbände ihre Vorsicht aufgegeben haben und die traditionelle Medienkontrolle fehlt, bleibt „der Rechtsstreit ein mächtiges Instrument“.
„This verdict is an important marker. It signals that juries are willing to look past slogans and examine facts. It signals that standard-of-care arguments are resonating. And it signals that a litigation storm may be forming. It is long overdue."
The First Verdict Has Landed in the Pediatric Gender Medicine Scandal – After years of regulatory failure, the civil justice system delivers a warning shot that could reshape an entire medical industry. Gerald Posner, 31.01.2026
Statement von Chloe Cole, Detrans
Chloe Cole, bekannteste Detransitionierte in den USA, verklagt ebenfalls ihre Behandler (US-Dienstleister Kaiser Permanente). Ben Ryan bekam von ihr eine Stellungnahme zum Varian-Prozess:
„The success of this case is a huge leap for the detransitioner movement and every doctor and clinic involved in this fad should be very afraid for what comes next."
„They knew what they were doing when they performed mastectomies on perfectly healthy teenagers. As medical professionals, they are well aware that children are developmentally incapable of making permanent decisions, especially ones that will lead to them incapable of having their own children or full sexual function once they become adults. These doctors all had a responsibility to steer children and families in the direction of reality and not permanent mutilation, and their failures must not go unpunished."
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Immer mehr Detransitionierte klagen
Fehlende Information zu Behandlungsalternativen kann ein Schaden sein
In Deutschland war das Presseecho zum Varian-Prozess und zur ASPS-Stellungnahme äußerst gering, Till Amelung schreibt:
„Lediglich der Focus berichtete darüber. Bereits bei der Veröffentlichung des für die Transaktivistas grundstürzend blamablen Abschlussberichts von Hilary Cass 2024 herrschte hierzulande Schweigen im Walde. Man fragt sich: Bekommen deutsche JournalistInnen wirklich nicht mit, wie gerade im Ausland das von Transaktivistas erbaute Kartenhaus einstürzt, oder wollen sie nicht?"
Ärztlicher Kunstfehler: Erste Detransitioner-Klage in den USA 2026 erfolgreich, queernations, T. Amelung, 08.02.2026
In Deutschland wird noch immer sehr offensiv für Transoperationen geworben, Beispiel:
Die Kraft von Gender-Affirming Surgery, Podcast mit einer Chirurgin von Plastmed (Privatklinik Düsseldorf),






