USA – So werden die Einschränkungen bei medizinischen Transitionsmaßnahmen unterlaufen
KI-generiertes BildChristina Buttons, eine investigative Journalistin des Manhattan-Instituts, hat recherchiert, wie die Einschränkungen der Transitionsmaßnahmen für Minderjährige in den USA unterlaufen werden. In den vergangenen Jahren haben in 27 Bundesstaaten Regeln im Sinne von Kinderschutz und Patientensicherheit zu Beschränkungen der medizinischen Maßnahmen für transidentifizierte Teenager geführt. Mittlerweile boomt jedoch ein Netzwerk von gemeinnützigen Organisationen, die Familien dabei unterstützen, die medizinische Transition ihrer Kinder wohnortunabhängig zu beginnen oder fortzuführen.
Die Unterstützung beschränkt sich nicht darauf, Familien Reisen in Bundesstaaten zu ermöglichen, in denen gender-affirmative Versorgung legitim ist. Es geht auch um Möglichkeiten, die Beschränkungen im Heimatstaat zu unterlaufen, um die von bestimmten Organisationen als „medizinisch notwendig" angesehene „Versorgung" sicherzustellen.
Unterstützer des Netzwerks
Buttons nennt in ihrem Bericht einige der Geldquellen. Etliche reiche Personen und Fördernetzwerke spenden viel Geld für diese Zwecke. Sogar die medizinische Behandlung selbst wird oft übernommen oder bezuschusst. Allein das Netzwerk CSE (Campaign for Southern Equality) habe erhebliche finanzielle Unterstützung für diese Dienstleistungen erhalten:
„donations from some of the country’s wealthiest philanthropists and progressive funding networks. Its 2024 federal tax filing reported nearly $3 million in annual revenue and $3.6 million in net assets. Contributions of at least $1 million each have come from MacKenzie Scott (ex-wife of Amazon’s Jeff Bezos), the Arcus Foundation, and the Chicago Community Trust. Other funders include the Ford Foundation, Oak Foundation, Tides Foundation, and Proteus Fund.“
Die Recherchen
Christina Buttons gab sich für ihre Recherchen als Mutter eines seit Kurzem non-binären elfjährigen Kindes ohne genderbezogene Vorgeschichte aus. Sie erkundigte sich über Transitionsbehandlungen in einem Bundesstaat, in dem diese seit 2023 verboten sind.
Alles, was Buttons am Telefon sagte, wurde von den Mitarbeitenden der getesteten Organisationen affirmiert, es wurden großzügig Adressen von Kliniken, Telemedizin-Anbietern und Versanddienstleistern genannt. Auch weitreichende Reisekostenzuschüsse würden im Voraus und bis zu 4x pro Jahr gewährt, ohne dass Belege nötig seien. Einige Organisationen boten kostenlose Flüge von ehrenamtlichen Piloten in Privatflugzeugen an oder Linienflüge für längere Reisen.
Button erfährt in ihren Gesprächen, dass es nicht unüblich ist, den Diagnosecode für Genderdysphorie durch einen unzutreffenden Code (beispielsweise „endokrine Störung") zu ersetzen, damit Versicherungen und Apotheken nichts auffällt. Dies ist besonders bemerkenswert, da Betrugsmöglichkeiten durch die Verwendung eines falschen Diagnosecodes für Patienten, die keine solche Störung haben, zurzeit Gegenstand von Ermittlungen auf Bundesebene sind.
Medikamente werden über Apotheken, die in Bundesländern ohne Verbote angesiedelt sind, direkt an die Wohnadressen der Familien verschickt, Einweisungen zur Selbstmedikation organisiert.
„For puberty blockers, Ashley said the medications could be shipped through a specialty pharmacy directly to the family’s Tennessee address. One of QueerMed’s providers would instruct the family on how to administer the injections at home."
„When I asked whether both parents needed to consent to treatment, Amanda said that even when parents disagree about medical interventions for their child, providers typically require approval from only one parent or guardian.“
Termine finden überwiegend virtuell statt, wobei teilweise offiziell vorausgesetzt wird, dass sich die Interessenten aus Bundesländern einloggen, die die medizinischen Behandlungen nicht einschränken. Tatsächlich wird jedoch lediglich eine entsprechende Bestätigung des Aufenthaltsorts verlangt, ohne dies zu kontrollieren bzw. kontrollieren zu können.
Einzelne Anbieter avisierten telefonisch, dass Buttons fiktives Kind möglicherweise nur einen persönlichen Termin pro Jahr benötigen würde, die sog. Nachsorgetermine dazwischen seien virtuell möglich.
„The providers I shared this scenario with had no problem treating a nonbinary child. When I asked how soon she could obtain medication, many providers I questioned indicated that a prescription could generally be issued following an initial evaluation lasting one to several hours."
Wer kann zur Rechenschaft gezogen werden?
Die bisherigen reglementierenden Bundesgesetze in den USA im Bereich der Gender-Medizin haben sicherlich bewirkt, dass Minderjährige dort nicht mehr standardmäßig in der zweifelhaften gender-affirmativen Versorgung landen. Doch diverse Netzwerke von medizinischen Dienstleistern unterlaufen Verbote und Einschränkungen, so dass Eltern, die ihre Kinder unbedingt transitionieren wollen, viele Möglichkeiten geboten werden.
Diese Dienstleister, Apotheken und Organisationen, die wissentlich rechtswidrige Behandlungen ermöglichen, nach geltendem Recht zur Rechenschaft zu ziehen, ist anscheinend relativ schwierig, aber möglich. Christina Buttons Schlussfolgerung:
„It is up to state and federal authorities to investigate these practices to determine whether existing laws have been violated and, if not, devise new necessary safeguards.“
Inside the Network Helping Families Evade Bans on Pediatric Gender-Transition Treatments, C. Buttons, 29.10.2026
Insurance Fraud Is Widespread in Transgender Medicine, L. Sapir, 30.10.2025
USA – Einschränkungen der gender-affirmativen Versorgung für Jugendliche
Gender-affirming-care-policy-tracker, kkf.org
Statistik aus Washington
Leor Sapir hat die Zahl der Transgender-bezogenen Diagnosen bei Minderjährigen im Bundesstaat Washington zwischen 2017 und 2023 ermittelt. Die tatsächliche Zahl liegt noch höher, da die verwendete Datenbank nicht alle Versicherer umfasst. Allein im Jahr 2022 wiesen 1,73 % der Mädchen im Teenageralter (von 12–17 Jahren) und 0,8 % der Jungen in Washington eine solche Diagnose in ihren Versicherungsabrechnungen auf.
Zur Einordnung dieser Zahlen:
„The percentage of Washington teens (male and female combined) with a transgender-related diagnosis in 2022 (1.29 %) was about 19 times the prevalence of pediatric Type 2 diabetes (0.067 %), a condition the American Diabetes Association’s journal Diabetes Care characterized in 2023 as 'an awakening epidemic.'“
Der Bundesstaat Washington gehört zu den Verfechtern der sog. gender-affirmativen Versorgung. Den Behandlungswünschen der Jugendlichen wird Vorrang eingeräumt. Jason Rafferty, der Hauptautor der AAP-Stellungnahme sagte The Boston Globe / Medizinjournalistin Jennifer Block:
„dass es bei diesem Behandlungsmodell im Kern darum gehe, 'das Identitätsgefühl des Kindes vom ersten Tag an bis zum Ende zu bestätigen und anzuerkennen'. Das Hauptprinzip bestehe darin, dass, wenn ein Patient sagt: 'Ich bin X', wir davon ausgehen, dass das, was er uns sagt, seine Wahrheit ist, dass das Realitätsgefühl des Kindes und sein Selbstverständnis gewissermaßen der Wegweiser ist, an dem wir die Behandlung ausrichten.'"
Drastic Rise in Transgender-Related Diagnoses Among Washington Youth (2017-23), L. Sapir, 26.10.2026
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Wölfe im weißen Kittel statt Patientensicherheit und Kinderschutz
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