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Wölfe im weißen Kittel statt Patientensicherheit und Kinderschutz

Unter dem Titel Wolves in white coats – How Doctors and Hospitals Pushed and Profited from the Fraud of 'Gender Medicine' hat das Gesundheitsministerium der USA (HHS) am 17.08.2026 einen brisanten Bericht veröffentlicht. Er weist nach, dass die sog. gender-affirmative Versorgung für Krankenhäuser und die damit verbundenen Fachgebiete finanziell wertvolle Patientengruppen geschaffen hat (HHS-Pressemitteilung).

Es geht es um pädiatrische Gender-Programme in mehr als 225 Krankenhäusern und Dienstleistungseinrichtungen. Seit 2019 wurden fast 120 Mio. US-Dollar für geschlechtsablehnende Eingriffe (so der Begriff im Bericht) bei Minderjährigen abgerechnet für über 5.500 chirurgische Eingriffe und 8.500 Behandlungen mit Hormonen oder Pubertätsblockern:

  • Eine CSH-Therapie verursacht durchschnittliche jährliche Kosten pro Patient zwischen 545 US-Dollar (Androgene), 735 US-Dollar (Östrogene) und 16.385 US-Dollar für Pubertätsblocker.
  • Chirurgische Eingriffe wie Mastektomien, Phalloplastiken etc. kosteten zwischen 12.000 und mehr als 130.000 US-Dollar.
  • „These figures do not account for indirect costs such as fertility preservation (egg or sperm banking), voice therapy, hair removal, or later interventions for regret or complications – services that further embed the patient in the medical system."

Ein neuer strategischer Wachstumsbereich?

Der Bericht erklärt den Boom von pädiatrischen Genderkliniken unter anderem mit finanziellen Anreizen, sie wurden zu Umsatzbringern für die Kinderheilkunde insgesamt:

„In an era of razor-thin pediatric margins and pressure onhospital reimbursements, this new patient cohort—young, insured or Medicaid-eligible, and requiring perpetual follow-ups—represented a strategic area of growth. Endocrinology and surgerydepartments gained volume and prestige, while hospital administrators gained a reliable revenueline that helps subsidize lower-margin services.“

Mit den neuartigen Genderkliniken bekamen Pädiatrie, Endo­krino­logie und chirurgische Fachgebiete

„a newstream of continuous revenue ... by taking physio­logically healthy young people—who otherwise would not need to seek medical attention,and rendering them dependent for life on the medical system."

Falsche Abrechnungen

Die Analyse der Daten legt darüber hinaus eine umfangreiche betrügerische medizinische Codierung nahe, um eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung zu sichern. Etliche Dienstleister haben Diagnosecodes verwendet, „die den zugrunde liegenden Erkrankungen der Patienten nicht genau entsprachen". Beispiele:

  • ICD-10-Code E34.9 („endokrine Störung, nicht näher bezeichnet“) statt Genderdysphorie (die keine endokrine Störung ist)
  • ICD-10-Codes für die zentrale „vorzeitige Pubertät“. Darunter waren auch Hunderte Patienten im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, deren Pubertät im normalen Zeitrahmen lag. Diese Diagnose „vorzeitige Pubertät" ist also bei Personen ab 13 Jahren unsachgemäß, die Indikation für Pubertätsblocker offensichtlich falsch bzw. ein eindeutiges Zeichen für Betrug von Krankenkassen. Außerdem wird die Auswertung von Daten in Pennsylvania zitiert, die zwischen 2013 und 2017 einen Anstieg der Erstattungsanträge mit der Codierung „vorzeitige Pubertät“ um mehr als 2.100 % zeigte.
  • Codes für endokrine Störungen wie E34.0, E34.2, E34.321 anstelle von Genderdysphorie

Der Bericht enthält einige Folien von WPATH-Mitgliedern zum Thema „Versicherungsschutz und Überlegungen zur Kodierung", die sich als „Förderung der irreführenden Verwendung mehrerer ICD-10-Codes" interpretieren lassen und andere Unterlagen, die „alternative Kodierungsstrategien“ bzw. „alternative Diagnosen“ enthalten. Außerdem werden Aussagen von Wistleblowern vor Gerichten zitiert.

Auch von absichtlich falschen Diagnosen und überhöhten Abrechnungen ist die Rede. Vizepräsident JD Vance hat den Bericht an das US-Justizministerium (DOJ) übergeben, um straf­recht­liche Ermittlungen einzuleiten.

Erfahrungen von Patienten und Eltern

Unter dieser Überschrift gibt es in der Summary des Berichts einen eigenen Abschnitt:

Eight first-hand testimonies from patients and parents illustrate weakness in clinical safeguards and informed-consent processes. Common themes include distress related to a child’s sex and rapid medical interventions, insufficient examination of underlying psychological, developmental, social, or trauma-related factors, limited discussion of irreversible damage, pressure placed on parents to approve “treatment,” adverse physical and psychological outcomes, and difficulty obtaining appropriate medical care after stopping treatment or detransitioning. These testimonies underscore the imbalance between the structured healthcare pathways available for initiating medical transition and the comparatively limited clinical infrastructure available to patients seeking to discontinue treatment, address complications, or detransition“

Unschuldige Kinder wurden im Stich gelassen

Das Fazit des Berichts lautet:

„The expansion of pediatric sex-rejecting procedures resulted from an interaction among financial incentives, potentially illegal billing practices, ideological and professional influences, federal policy, and inadequate oversight. The medical establishment and the government failed innocent children. This report exposes how these calculated financial and political efforts left children irreversibly harmed and abandoned at the very moments when they needed real support."

Mehr zum Bericht 'Wolves in white coats'

Die NYPost schreibt:

„Youths being typically healthier than the general public and requiring less and less frequent medical care means fewer organic opportunities to provide pricier treatments — unless you manufacture them."

Hospitals, doctors got rich through shady gender-care billing tactics — and taking advantage of kids: damning report, nypost, Chris Nesi, 13.08.2026

Insurance Fraud is Widespread in Transgender Medicine, L. Sapir, 30.10.2025


WPATH zieht sich auf „Meinung" zurück

Die WPATH ist von der FTC (Verbraucherschutzbehörde der USA) wegen irreführender Aussagen und falschen (bzw. fehlenden) gesundheits­bezogenen Aussagen zu geschlechtsangleichenden Behandlungen bei Minderjährigen verklagt worden. Am 12.08.2026 hat die WPATH in einem Verteidigungspapier (Antrag auf Klageabweisung) eingeräumt, dass ihre Empfehlungen, die sog. WPATH Standards of Care lediglich eine Meinung darstellen. WPATH vertrete eine Seite einer ungelösten wissenschaft­lichen Debatte, die von Unsicherheit geprägt sei – ÄrztInnen & Organisa­tionen, die die SoC als Standard der Behandlung nutzten, müssen eigenverantwortlich handeln. Die WPATH argumentiert:

„The 'core deceptive statements' the Complaint purports to identify from SOC-8 are non-actionable opinions about subjects on which there is 'medical and scientific uncertainty.'“

Gegenüber der bisherigen Darstellung, die WPATH-Empfehlungen seien ein unbestreitbarer medizinischer Behandlungsstandard, bedeutet dieser Rückzug auf die Meinungs- und Redefreiheit, dass die WPATH versucht, ihre Verantwortlichkeit und ggf. Haftung zu minimieren.

Muss die deutsche Leitlinie zurückgezogen werden?

Was ist mit der deutschen Leitlinie, die sich grundlegend an den WPATH SoC8 orientiert? Kliniker, die sich auf SOC-8 stützen, können nun nicht länger behaupten, sie dem allgemein gültigen Behandlungsstandard folgen. Müsste sie nicht aufgehoben und dringend neu erstellt werden?

Wie soll der G-BA eine neue Richtlinie zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung bei Transsexualismus (SGB V § 116b) erstellen, wenn die Evidenz und vor allem der Nutzen für Betroffene derart unsicher und meinungsorientiert sind?


Keine Erstattung von medizinischen Maßnahmen bei genderinkongruenten U18 durch Medicaid und CHIP

Das weiteren hat die Trump-Administration eine Regelung getroffen, die medizinischen Maßnahmen zwar nicht pauschal auf Bundesebene verbietet, aber die Übernahme der Kosten durch bestimmte Bundesprogramme wie Medicaid (Gesundheitsfürsorge für Einkommensschwache) und CHIP (Krankenversicherung für Minderjährige) stoppt. Psychische Gesundheitsleistungen und Beratungen sind von dem Erstattungsverbot explizit ausgenommen.

Diese Verordnung tritt im Oktober 2026 in Kraft, wobei es eine 6-monatige Übergangsphase gibt, um eine schrittweise Absetzung der Medikamente zu ermöglichen.

Meldung von Reuters, 13.08.2026


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Ulf Poschardt auf X:

 

 

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