Turnaround in Australien?

colorful g0575c500c by GordonJohnson pixabayDas Royal Australian and New Zealand College of Psychiatrists betont in einer neuen Stellungnahme die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Genderdysphorie. Es sei wichtig den psychologischen Zustand und den Kontext für die Genderdysphorie zu erforschen, um die am besten geeignete Behandlung zu finden.

“There may be other reasons for doing it and we need to look for those, identify them and treat them. This needs to be done before initiating hormones and changing the whole physical nature of the child,” ... “A cautious psychotherapy-first approach makes sense. If we can do that with adolescents then we will take a big step in the right direction,”

sagte Philip Morris, Präsident der National Association of Practising Psychiatrists in Australien. Es gäbe Bedenken, dass ein Teil der Transgender-Identifizierung auf soziale Ansteckung zurückzuführen ist. Außerdem wird die wachsende Zahl von Detransitionierten bestätigt und auf den Mangel an Evidenz zur GD-Behandlung bei Kindern und Jungen Menschen hingewiesen.

Psychiatrists Shift Stance on Gender Dysphoria, Recommend Therapy, B. McCall, 07.10.2021 und   medscape

“This [has moved from]…a topic that could previously not be talked about freely to one that we can discuss more openly now. This is a big improvement. Previously, everyone thought it was all settled but it’s not, certainly not from a medical angle,”

so Morris. Gleichzeitig prophezeit er, dass es zu einem Kompromiss kommen wird:

“In the end, some cases will be transitioned but there will be fewer than [are] transitioned at the moment,”

Zu den neuen Leitlinien in Australien, SEGM, 07.11.2021

Zeichen der Hoffnung in Australien? B. Lane, 19.05.2022

Depeschen aus Down Under: Der Zustand der Nation, GDA, 23.06.2022

Australia ignores the tragedy of Tavistock, spectator, 12.08.2022

Beyond affirmation - Australia's society for psychologists launches a gender rethink, 29.08.2022



Trans20

In Australien ist unter dem Titel „Trans20” eine Langzeit-Studie angelaufen. Ca. 600 Kinder und Jugendliche, die zwischen Februar 2017 und Februar 2020 erstmals im Royal Children's Hospital Gender Service (RCHGS) behandelt wurden, nehmen daran teil. Die Studiendauer beträgt bis zu 20 Jahre. Sie soll helfen, die demografischen und klinischen Merkmale dieser Patienten zu verstehen, den natürlichen Verlauf der Gendervielfalt im Kindesalter zu dokumentieren und die langfristigen Ergebnisse derjenigen zu untersuchen, die Interventionen erhalten. Das Studien-Design kann nachgelesen werden unter:

What are the health outcomes of trans and gender diverse young people in Australia? Study protocol for the Trans20 longitudinal cohort study, Tollit, Pang. u.a., 2019


Zur „Informierten Zustimmung" in Australien

Alison Clayton vergleicht 2 kürzlich veröffentlichte Empfehlungen zur informierten Zustimmung bei Genderdysphorie. Die eine Empfehlung ist die oben besprochene von Levine u. a. wird vergleichen mit der derzeitigen Praxis der informierten Zustimmung für Jugendliche mit GD auf Basis der "Informed consent Standards of Care" (AusPATH, 2022).

Commentary on Levine et al.: A Tale of Two Informed Consent Processes, A. Clayton, 09.05.2022

Informierte Einwilligung bei Genderdysphorie - es ist kompliziert