Medizin - Skandal

202306 EMMA Magazin TitelDie aktuelle Ausgabe des EMMA-Magazins (Shop, Inhaltsverzeichnis) enthält einen Beitragsblock zum „Selbstbestimmungsgesetz”. Ein Beitrag unter dem Titel „Medizin-Skandal” beschäftigt sich mit der Frage, warum Krankenkassen Kosten für Hormone und Operationen bei Trans* übernehmen und wann sie es nicht tun. Wenn zukünftig auch in Deutschland die Diagnose  „Genderinkongruenz” nach ICD11 nicht mehr als Krankheit gilt, könnte die bisher praktizierte Kostenerstattung fragwürdig werden. Braucht es deshalb ein neues Gesetz?

Alle Beiträge des Dossiers

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Urteil zu nonbinary

Am 19.10.2023 hat das Bundessozialgericht entschieden, dass Personen, die sich als non-binär identifizieren, geschlechtsangleichende Operationen selbst bezahlen müssen. Körpermodifizierende Operationen non-binärer Personen seien Bestandteil einer neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode, über deren Anerkennung zunächst der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entscheiden müsse, bevor Versicherte diese Leistung von ihrer Kasse beanspruchen könnten.

Der G-BA ist das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen aus Vertreter*innen der Ärzteschaft, der Krankenkassen und der Krankenhäuser, das sich seit seinem Bestehen (Gründung 2004) noch nie mit entsprechenden Trans*-Themen befasst hat.

„Entscheidungen über die Notwendigkeit und die Reihenfolge der Behandlungsschritte sollen vielmehr zwischen der Trans-Person und den Behandelnden ‚partizipativ' getroffen werden. Dieser methodische Ansatz weicht von anderen Behandlungs­verfahren ab. Aufgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses ist nun, zum Schutz der betroffenen Personen vor irreversiblen Fehlentscheidungen die sachgerechte Anwendung der neuen Methode sowie ihre Wirksamkeit und Qualität zu beurteilen.”

Geschlechtsangleichende Operationen für non-binäre Personen derzeit keine Kassenleistung, BSG, 19.10.2023


Trans - Skandal (EMMA September/Oktober)

Heute Medizinfortschritt - morgen Skandal?